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Edelhofer Absolventin wurde Waldkönigin

 

NÖ Waldverband und LK NÖ krönen eine neue Waldkönigin

Bei der 13. Vollversammlung des NÖ Waldverbands in Bad Traunstein am 8. November wurde die Mostviertlerin Gwendolyne Veronica Mayer zur neuen Waldkönigin gekürt.

„Die Waldkönigin ist eine sympathische Hoheit, die den Wert und die Botschaft des Waldes mit Fachwissen, Charme und Charisma in die Gesellschaft trägt“, gratulierten Franz Fischer, Obmann des NÖ Waldverbandes und DI Werner Löffler, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer NÖ.

Die neue Hoheit Gwendolyne I ist „vom Fach“. Sie absolvierte das Modul 2/Pferdewirtschaft an der Landw. Fachschule Edelhof. Danach maturierte Gwendolyne am Francisco Josephinum und verfasste für ihre Diplomarbeit einen Waldwirtschaftsplan für den elterlichen Betrieb. Derzeit ist sie in Ausbildung zur Forstfacharbeiterin am Edelhof und parallel absolviert Sie ihre Praxis als Facharbeiterin für Pferdewirtschaft. 

Somit weiß sie wovon sie spricht, wenn es um die Rolle des Forstes für Bauern und Gesellschaft geht. "Da meine Eltern vor drei Jahren die Bewirtschaftung eines Waldes übernommen haben, ist es für uns von großer Bedeutung, einen detaillierten Überblick über den Ist-Zustand des Bestandes und der durchzuführenden Pflegemaßnahmen zu haben", erklärt die Frischgekrönte. "Durch den Bewirtschaftungsplan und die Bestandsbeschreibung wissen wir jetzt genau, was zu tun ist. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem elterlichen Forst in der Praxis und meine Ausbildung ist der Wald mittlerweile wichtiger Teil meines Lebens geworden. Jetzt freue ich mich auf die neu spannende Aufgabe."

Gwendolyne I., wie ihr offizieller Waldköniginnen-Name lautet, bringt die besten Voraussetzungen für ihr Amt mit, denn ihr Großvater ist Fassbindermeister, die Eltern betreiben im Nebenerwerb eine Land- und Forstwirtschaft mit 20 Hektar Wald in Maria Laach am Jauerling und Freund Karl ist Niederösterreichs jüngster Tischlermeister. „Mein familiärer Background ist wirklich spitze. Daher habe ich mir auch gedacht, es einfach mit der Bewerbung zu probieren. Zudem ist der Wald alles für mich. Ich liebe ihn seit Kindheit an. Seine Veränderung im Jahreskreis zu beobachten ist überwältigend. Natürlich holen wir auch jedes Jahr den Christbaum aus dem eigenen Wald.“

Erfrischend fröhlich wirkt die Amstettnerin, während sie berichtet, was sie in ihrer Amtszeit vorhat. „Ich werde bei diversen Veranstaltungen sowie auch an Schulen und in Betrieben versuchen, den Menschen den Wald näher zu bringen - als Wirtschafts-, aber auch als Erholungsraum und Klimaregulator.“ Dabei wird man die Waldkönigin im feschen Dirndl und mit Zepter und Krone erleben. Privat mag es die junge Frau eher leger-lässig. Auszeit nimmt sie sich beim Reiten sowie mit der Motorsäge in der Hand bei der Waldarbeit.

Rückhalt bekommt sie von ihrer Familie. „Ich bin froh, dass alle auch so zusammenhalten und dass sie mich auch bei der Ausübung meiner Funktion unterstützen wollen.“ Im Sommer 2014 wird Gwendolyne ihre Forstarbeiterinnenausbildung abgeschlossen haben. „Und dann möchte ich studieren. Ich schwanke noch zwischen Marketing und Psychologie.“

Eine Frage ist noch offen: Woher hat die fesche Amstettnerin eigentlich ihren ausgefallenen Namen? „Die Tochter von französischen Freunden meiner Eltern heißt so und der Name hat Mama und Papa so gut gefallen. Gwendolyne war auch die Mondgöttin der Kelten. Der Name wird zudem mit die Helle, die Blonde, die Schöne übersetzt“, berichtet Gwendolyne lachend. Passt doch genau!

                                                                                                                                      (NÖN Amstetten)